Schweiz

Schweizer Tourismus leidet: Gäste aus Asien und den Golfstaaten fehlen

Der Iran-Konflikt wirkt sich spürbar auf den Schweizer Tourismus aus. Besonders Gäste aus Asien und den Golfstaaten sagen Reisen ab oder buchen weniger, da Flugverbindungen über Drehkreuze im Nahen Osten eingeschränkt sind und Unsicherheit herrscht.
Schweizer Tourismus leidet: Gäste aus Asien und den Golfstaaten fehlenQuelle: Legion-media.ru © Agencja Fotograficzna Caro

Der anhaltende Iran-Konflikt wirkt sich zunehmend auf den Schweizer Tourismus aus. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Gästen aus Asien sowie aus den Golfstaaten, die traditionell eine wichtige Rolle für Städte wie Zürich, Luzern oder touristische Regionen in den Alpen spielen.

Laut Branchenvertretern bremsen Flugausfälle, veränderte Routen über Drehkreuze im Nahen Osten und eine allgemeine Verunsicherung die Reisetätigkeit deutlich.

Schweiz Tourismus berichtet von einer spürbaren Zunahme von Stornierungen im März sowie von einer rückläufigen Dynamik bei Neubuchungen. Betroffen seien insbesondere Fernmärkte in Indien, Südostasien und den arabischen Staaten.

Die Unsicherheit im internationalen Luftverkehr führt dazu, dass selbst in der traditionell starken Sommer- und Herbstsaison viele Reisen vorsichtiger geplant oder ganz verschoben werden.

In Zürich sind die Folgen bereits deutlich im touristischen Alltag sichtbar. Nach Angaben von Zürich Tourismus wurde der Rückgang ausländischer Besucher erstmals im März klar erfasst.

Rückmeldungen aus Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie weisen auf merkliche Umsatzeinbußen hin, besonders bei internationalen Laufkunden sowie im gehobenen Segment der Stadthotellerie.

Auch in der Zentralschweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. In Luzern berichten laut Branchenangaben rund zwei Drittel der Betriebe von einer schwächeren Buchungslage. Besonders betroffen sind Hotels, die stark auf Gruppenreisen aus Asien und auf Gäste aus den Golfstaaten ausgerichtet sind, die üblicherweise hohe Ausgaben pro Aufenthalt generieren.

Die Situation trifft eine Branche, die sich nach den Pandemiejahren gerade erst wieder stabilisiert hatte. Zwar sorgen europäische Reisende für eine gewisse Grundauslastung, doch bleibt die Lücke im Fernreisemarkt deutlich spürbar.

Auch einzelne Anbieter reagieren bereits auf die veränderte Nachfrage. So reduziert die Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss ihr Angebot auf mehreren Nordamerika-Strecken und streicht etwa die Verbindungen von Zürich nach Denver und Seattle aus dem Sommerflugplan 2026. Zudem werden die Frequenzen nach Las Vegas im Früh- und Spätsommer verringert.

Als Gründe nennt das Unternehmen eine schwächere Nachfrage auf einzelnen Routen, gestiegene Betriebskosten im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage im Nahen Osten sowie eine generell zurückhaltendere Reisebereitschaft. Betroffene Passagiere werden umgebucht oder erhalten eine Rückerstattung, während andere USA-Destinationen weiterhin bedient werden, jedoch mit reduzierter Kapazität.

Branchenkreise gehen davon aus, dass anhaltende geopolitische Spannungen und die daraus resultierende Unsicherheit den Erholungsprozess des internationalen Tourismus in der Schweiz weiter verzögern könnten.

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