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Liveticker Ukraine-Krieg – Bericht: Kiews Befestigungen bei Saporoschje verfallen kurz nach dem Bau

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Bericht: Kiews Befestigungen bei Saporoschje verfallen kurz nach dem BauQuelle: AP © Andriy Andriyenko
  • 24.06.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!   

  • 21:59 Uhr

    Zehn Ortschaften im Gebiet Kursk angegriffen

    Im Verlauf des Tages hat das ukrainische Militär zehn Siedlungen im russischen Gebiet Kursk angegriffen. Wie der amtierende Gouverneur des Gebiets Alexei Smirnow auf seinem Telegram-Kanal mitteilt, wurden Dörfer in den Kreisen Korenewo, Sudscha, Gluschkowo und Rylsk unter Artilleriefeuer genommen und mit Drohnen angegriffen.

    Im Dorf Oleschnja des Kreises Sudscha erlitten eine Einwohnerin und ein Feuerwehrmann Verbrennungen, nachdem ein Haus infolge des Abwurfs einer Sprengladung von einer Drohne Feuer gefangen hatte. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus eingewiesen, so Smirnow weiter.

  • 21:45 Uhr

    Lawrow: Hoffen, dass Westen Russland und Weißrussland hört

    Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat die Hoffnung geäußert, dass der Westen für Moskau und Minsk Gehör findet und somit eine weitere Eskalation vermeidet. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem weißrussischen Amtskollegen Sergei Aleinik erklärte Lawrow:

    "Ich kann nur bestätigen, dass alles, was wir gemeinsam mit unseren weißrussischen Verbündeten auf Beschluss unserer Präsidenten Putin und Lukaschenko tun, im Westen gehört werden muss. Wir hoffen sehr, dass die dort ‒ wenn auch in kleiner Zahl ‒ verbliebenen vernünftigen Menschen, die noch über einen Selbsterhaltungstrieb verfügen, die richtigen Konsequenzen ziehen und die gefährlichste Linie nicht überqueren werden."

    Lawrows weißrussischer Amtskollege Aleinik führte seinerseits aus, dass die beiden Länder "realistische Initiativen" zur Regelung des Ukraine-Konflikts vorschlagen.

  • 21:22 Uhr

    USA: Einkünfte von russischen Vermögenswerten würden Kiew Kriegsführung bis 2025 ermöglichen

    Erträge von russischen Vermögenswerten, die im Rahmen der westlichen Sanktionen eingefroren wurden, sollten der Ukraine ermöglichen, Kriegshandlungen bis zum Jahr 2025 zu führen, sagt der Assistent des US-Außenministers für Europa und Eurasien, James O'Brien. Während einer Pressekonferenz führt er aus:

    "Wir wurden Zeugen, wie die G7-Staaten einwilligten, Ressourcen für die Fortsetzung dieses Kampfes zu bündeln. Wir hoffen, dass sich diese Entscheidung bald bestätigt ‒ es geht um die Nutzung von Einkünften aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten, um einen Kreditmechanismus zu schaffen, der der Ukraine ermöglicht, 50 bis 60 Milliarden Dollar zu erhalten. Und damit werden sie in der Lage sein, diesen Kampf bis 2025 fortzuführen."

  • 21:04 Uhr

    UN kommentiert Einsatz von Streumunition bei Angriffen in Sewastopol

    Der Einsatz von Streumunition gegen Wohngebiete ist mit den grundlegenden Prinzipien des internationalen Kriegsrechts unvereinbar, erklärt die offizielle Vertreterin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Elizabeth Throssell, gegenüber RIA Nowosti nach den Angriffen auf Sewastopol.

    "Obwohl Streumunition an sich nicht durch das humanitäre Völkerrecht verboten ist, vertritt das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte die Ansicht, dass ihr Einsatz in Wohngebieten mit den grundlegenden Prinzipien des humanitären Völkerrechts, das die Führung von Feindseligkeiten regelt, unvereinbar ist, insbesondere mit dem Verbot wahlloser Angriffe. Darüber hinaus bleiben Zivilisten viele Jahre und sogar Jahrzehnte nach dem Einsatz solcher Waffen ungeschützt vor explosiven Kriegsüberresten."

    Throssell fordert die Russische Föderation und die Ukraine auf, sich den mehr als 100 Staaten anzuschließen, die das Übereinkommen über Streumunition ratifiziert haben, das deren Einsatz vollständig verbietet.

  • 20:42 Uhr

    Berlin: Keine Änderung der Anwendungszonen für deutsche Waffen in der Ukraine

    Die von Deutschland gelieferten Waffen seien von der Reichweite her nicht mit den amerikanischen Waffen vergleichbar, sodass die Genehmigung für ihren Einsatz im Gebiet Charkow bestehen bleibe, erklärt der deutsche Kabinettssprecher Steffen Hebestreit:

    "Solange wir über Grenzgebiete sprechen, gibt es keine Änderung, denn ob es sich in diesem Fall um Charkow handelt oder 50 Kilometer weiter nördlich oder 100 Kilometer weiter südlich, es ist derselbe Fall."

    Hebestreit betont, dass Berlin die Position des US-Präsidentenberaters für nationale Sicherheit, Jake Sullivan, zur Kenntnis genommen habe. Dieser hatte zuvor erklärt, dass die Genehmigung für den Einsatz amerikanischer Waffen auf russischem Territorium auf alle Gebiete ausgeweitet werde, in denen russische Truppen die Grenze zur Ukraine überschreiten. Laut dem Sprecher der deutschen Regierung widerspreche die Entscheidung der Verbündeten nicht den internationalen Regeln.

    "In dieser Hinsicht gibt es also keinen neuen Status quo. Außerdem sollte beachtet werden, was deutsche Waffen darstellen. Sie haben eine bestimmte Reichweite, die deutlich geringer ist als die der amerikanischen Waffen, und in dieser Hinsicht gibt es für uns auch keine Änderungen."

  • 20:14 Uhr

    Bericht: Ukrainische Befestigungen im Gebiet Saporoschje verfallen nach weniger als einem Monat

    Ukrainische Befestigungsanlagen am Frontabschnitt Saporoschje sind von mangelhafter Bauqualität und verfallen bereits, obwohl sie vor weniger als einem Monat gebaut wurden, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN.

    Die Agentur berichtet, über Fotos von zugeschütteten und überschwemmten Schützengräben zu verfügen, die eine Nutzung unmöglich machen. Beim Bau seien grobe Fehler gemacht worden, wodurch Wasser in die Gräben eindrang, so die Meldung. Die mit dem Bau beauftragten Unternehmen sollen mit dem Oberhaupt der ukrainischen Verwaltung des Gebiets, Iwan Fjodorow, in Verbindung stehen.

    Wie UNIAN weiter berichtet, habe die Regierung in Kiew für den Bau von Befestigungen im Gebiet Saporoschje eine Rekordsumme zur Verfügung gestellt. Der für den Bau verantwortliche Fjodorow behauptete, dass die Arbeiten "rund um die Uhr, schnell und qualitätsgerecht erfolgen". Zuvor war es in der Ukraine zu einem Skandal gekommen, nachdem mehrere Militärangehörige erklärt hatten, dass Befestigungsanlagen im Gebiet Charkow nicht gebaut und die dafür zugewiesenen Mittel veruntreut wurden.

  • 19:44 Uhr

    US-Publizistin: Ukraine war schon immer als Geldwaschanlage für die USA berüchtigt

    Die US-Publizistin Candace Owens hat in einem Interview mit dem britischen Moderator Piers Morgan den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij scharf angegriffen. Die harschen Worte, mit denen der Moderator offenbar selbst nicht gerechnet hatte, bezogen sich unter anderem auf angebliche Geldwäscheoperationen der US-Regierung in der Ukraine.

  • 19:27 Uhr

    Brandanschläge auf Militärfahrzeuge in der Ukraine nehmen zu

    Unbekannte Angreifer haben in der Ukraine drei weitere Militärfahrzeuge in Brand gesetzt, berichtet die ukrainische Tageszeitung Strana am Montag auf Telegram unter Berufung auf eine Quelle bei den Strafverfolgungsbehörden. Laut der Zeitung ereigneten sich die Fälle von Brandstiftung in Odessa, Nikolajew und Kamjanskoje.

    Am Vortag hatte die Zeitung berichtet, dass unbekannte Täter Militärfahrzeuge in Kiew und im Gebiet Poltawa zerstört hatten. Zuvor hatten ukrainische Medien berichtet, dass im Land begonnen wurde, Militärfahrzeuge in Brand zu stecken, weil sie für Fahrzeuge von Wehrdienstmitarbeitern gehalten werden.

    In Videos, die im Internet vielfach geteilt wurden, sind gewaltsame Mobilisierungen zu sehen, wo Vertreter der ukrainischen Wehrdienststellen Männer im wehrpflichtigen Alter oft unter Anwendung von Gewalt in Kleinbusse in unbekannte Richtungen verschleppen.

  • 19:01 Uhr

    Asow-Kommandeur verklagt ukrainischen General

    Der Stabschef der neonazistischen ukrainischen Asow-Brigade Bogdan Krotewitsch hat das staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine angerufen, eine Untersuchung über die Tätigkeit des Befehlshabers der vereinigten Kräfte der ukrainischen Streitkräfte, Generalleutnant Juri Sodol, durchzuführen.

    Wie mehrere ukrainische Medien übereinstimmend berichten, wirft Krotewitsch Sodol Überschreitung der Befugnisse und inkompetente Truppenführung vor, die zu Personal- und Gebietsverlusten führten. In seinem Beitrag in den sozialen Netzwerken schreibt der Asow-Stabschef:

    "Er tötete mehr Militärangehörige als jeder beliebige russische General."

    Zuvor war Sodol bereits unter anderem von der stellvertretenden Vorsitzenden des Rada-Komitees für Verteidigung, Marjana Besuglaja, kritisiert worden. Wie das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua allerdings betont, sei Krotewitschs Klage gegen Sodol der erste Fall, bei dem ein ukrainischer Spitzenmilitär von einem der eigenen Untergebenen verklagt wird. Das Portal schreibt:

    "Dies könnte ein indirekter Hinweis sein, der die ernsthaften Probleme an der Front und innerhalb der ukrainischen Armee bezeugt."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.