Asien

DVRK soll ungefähr zehn ballistische Raketen abgefeuert haben

Es gibt keine Anzeichen für eine Entspannung auf der Koreanischen Halbinsel. Ganz im Gegenteil: Die Spannungen nehmen nur zu. Seoul und Tokio haben über weitere Raketenstarts in der DVRK berichtet. Demnach soll Pjöngjang etwa zehn ballistische Raketen abgefeuert haben.
DVRK soll ungefähr zehn ballistische Raketen abgefeuert habenQuelle: Legion-media.ru © ZUMA Press, Inc. / Alamy

Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) soll an diesem Donnerstag erneut mehrere Flugkörper in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert haben. Der Generalstab der Republik Korea sprach von ungefähr zehn ballistischen Raketen, die gegen 12:30 Uhr Ortszeit oder 4:30 Uhr MEZ von einem Ort nahe der Hafenstadt Wŏnsan an der Ostküste des Landes gestartet worden seien. Die Mittelstrecken-Raketen seien etwa 250 Kilometer in Richtung des Japanischen Meeres geflogen. Wahrscheinlich habe es sich um einen Test des 600-mm-Mehrfachraketenwerfers KN-25 gehandelt, hieß es. Weitere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor. Der Generalstab in Seoul teilte mit, angesichts anderer möglicher Militäraktivitäten im nördlichen Nachbarland die Beobachtung verschärft zu haben. Man tausche Informationen mit den USA und Japan aus.

Auch das Verteidigungsministerium in Tokio bestätigte einen Raketenstart in der DVRK. Der mutmaßlich ballistische Flugkörper sei außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans ins Meer gestürzt. Es wurden keine Schäden gemeldet. Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi wies die zuständigen Ministerien an, die Sicherheit von Flugzeugen und Schiffen zu gewährleisten sowie Informationen für eine weitere Auswertung zu sammeln. Die Nachrichtenagentur Kyodo machte darauf aufmerksam, dass dies der dritte Raketenstart in der DVRK im laufenden Monat gewesen war. Zuvor hatte Pjöngjang am 3. und am 12. Oktober ballistische Flugkörper abgefeuert.

Die neue Spirale der Eskalation auf der Koreanischen Halbinsel hatte am 21. September begonnen. Damals wurden drei südkoreanischen Soldaten infolge von zwei Minenexplosionen in der entmilitarisierten Zone verletzt. Seoul bezeichnete den Vorfall als Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen und forderte von Pjöngjang eine Entschuldigung. Die DVRK-Führung wies den Vorwurf jedoch zurück.

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