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Erneute Massenproteste in Frankreich – Hunderte Festnahmen nach Ausschreitungen

Bei erneuten Massenprotesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem in Frankreich ist es am Donnerstag zu Ausschreitungen gekommen. Insbesondere in Paris und weiteren Großstädten kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Randalierer bewarfen die Einsatzkräfte mit Steinen, Boulekugeln sowie improvisierten Sprengsätzen und setzten Fahrzeuge sowie Barrikaden in Brand. Im Zuge der Proteste kam es zu gezielten Brandanschlägen auf Bildungseinrichtungen, darunter das Lycée Françoise-de-Tournefeuille nahe Toulouse, das evakuiert werden musste. Die Polizei reagierte mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern.

Nach Angaben des Innenministeriums beteiligten sich landesweit rund 575.000 Menschen an den Aktionen und einem Streik im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften sprachen dagegen von fast 1,6 Millionen Teilnehmern. Bei den Krawallen wurden nach offiziellen Angaben des Innenministeriums 53 Polizeibeamte verletzt und landesweit 448 Personen festgenommen. Laut Sanitätern und unabhängigen Beobachtern gab es durch das harte Durchgreifen der Sicherheitskräfte auch zahlreiche Verletzte unter den Demonstranten.

Die Gewerkschaften kündigten bereits an, die Proteste in den kommenden Tagen weiter verschärfen zu wollen, sollte die Regierung nicht einlenken.

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