
Trumps Ballsaal: Nvidia und Apple gehören zu den größten Spendern

Zu den größten Geldgebern für den Bau des Ballsaals im Weißen Haus zählen die Technologiekonzerne Nvidia und Apple, die jeweils 25 Millionen US-Dollar (rund. 22,2 Millionen Euro) beigesteuert haben. Das berichtet die Zeitung Washington Post (WP) unter Berufung auf interne Berichte, die der Redaktion vorliegen.

Bei dem Dokument handelt es sich um eine Tabelle zur Erfassung der Beiträge für die Spendenkampagnen. Nach Angaben der Zeitung enthält die Tabelle Herkunft, Datum und Betrag von 67 Spenden über 10.000 US-Dollar (ca. 8.900 Euro), die bis Ende des vergangenen Monats verzeichnet wurden. WP zufolge ergibt sich daraus eine Gesamtsumme von 333 Millionen US-Dollar (etwa 296 Millionen Euro) von privaten Spendern, was den öffentlichen Erklärungen der Regierung entspricht. Die Zeitung betont unter Berufung auf zusätzliche Unterlagen, dass einige Spender große Beträge auf einmal überwiesen, während andere Ratenzahlungen vereinbarten, die noch laufen. Neben den größeren Spenden gingen Dutzende kleinere Beträge für den Ballsaal ein, darunter einige in Höhe von nur zehn US-Dollar (rund 8,9 Euro). Sachspenden enthält die Liste nicht.
Die Washington Post selbst hat eine Liste von 57 Spendern veröffentlicht, die zugesagt haben, 100.000 US-Dollar (rund 89.000 Euro) oder mehr zu geben. In der Liste tauchen außerdem die Milliardärsfamilie Adelson und der Vorstandsvorsitzende des Telekommunikationsunternehmens Dish Network, Charles Ergen, auf. Wie die Zeitung schreibt, spendeten auch sie jeweils 25 Millionen US-Dollar. Zu den weiteren Geldgebern zählen Google mit 22 Millionen US-Dollar (etw. 19,5 Millionen Euro) und die gemeinnützige Laura & Isaac Perlmutter Foundation mit 20,27 Millionen US-Dollar (ca. 18 Millionen Euro). Jeweils zehn Millionen US-Dollar gaben die Lockheed Martin Corporation, Microsoft, RHI II LLC (Rechtsträger des Hypothekenkreditgebers Rocket Companies) und der KI-Entwickler Palantir.
Darüber hinaus finden sich unter den Spendern Amazon, Caterpillar, Comcast und T-Mobile, der Botschafter von US-Präsident Donald Trump in den Niederlanden, Joseph Popolo Jr., der frühere Chef der New Yorker Börse, Jeff Sprecher, und seine Ehefrau, das Kabinettsmitglied Kelly Loeffler sowie weitere Personen.
WP zufolge fehlt Trump selbst in der Spenderliste. Die Zeitung erinnert auch daran, dass Trump im vergangenen Jahr, wenige Tage nach Beginn des Abrisses des alten Ostflügels, gesagt hatte: "Es wird zu hundert Prozent von mir und einigen Freunden von mir bezahlt."
Wie das Blatt schreibt, belegt der Bericht keinen direkten Zusammenhang zwischen den Spenden und Entscheidungen der Trump-Regierung. Allerdings stamme der Großteil der Mittel von Unternehmen und vermögenden Personen, die "an Entscheidungen der Bundesbehörden interessiert sind". Unternehmen oder Führungskräfte von Firmen, die während Trumps zweiter Amtszeit Verträge mit der Bundesregierung gehabt hätten, machten, so die Washington Post weiter, etwa die Hälfte der Gesamtzahl aus.
Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, lehnte es im Gespräch mit WP ab, die Liste zu kommentieren. Er beschrieb die Spender jedoch als "breites Spektrum großartiger amerikanischer Unternehmen und großzügiger Menschen, die alle dazu beitragen, das Haus des Volkes für künftige Generationen besser zu machen".
Mit dem Umbau des Ostflügels des Weißen Hauses für den neuen Ballsaal begann Trump 2025. Später sagte der US-Präsident, das Militär baue unter dem Ballsaal sogar einen "riesigen Komplex". Nach seinen Worten solle es in dem Bunker Schutzräume, "sehr wichtige medizinische Einrichtungen" sowie modernste gesicherte Kommunikationsmittel geben.
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