
Supermächte im Wettlauf: Chinas KI-Modelle ziehen mit Anthropic gleich

Sicherheitsforscher erklärten, dass ein neues KI-Modell des chinesischen Unternehmens Zhipu AI, auch bekannt als Z.ai, das diesen Monat veröffentlicht wurde, bei der Suche nach Sicherheitslücken mit den neuesten US-Modellen mithalten könnte. In anderen Aufgaben liegt es jedoch weiterhin hinter den Produkten von Anthropic und OpenAI. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) am Donnerstag.

Insgesamt hat sich die Leistungslücke zwischen führenden US-Modellen und denen chinesischer Unternehmen deutlich verringert. Zudem steigt die Nutzung chinesischer KI-Systeme stark an, da Unternehmen versuchen, die stark gestiegenen Kosten zu senken. Zahlreiche Unternehmen, darunter auch Microsoft, prüfen, wie sie chinesische Modelle auf ihren Plattformen anbieten können – eine Entwicklung, die das Machtgleichgewicht zwischen Tech-Unternehmen verändern dürfte.
China sorgt dafür, dass die Lücke im Laufe der Zeit immer kleiner wird, hieß es im WSJ.
Die Fähigkeit von KI-Systemen, Softwarefehler zu finden, hat die Bemühungen verstärkt, Schwachstellen schnell zu schließen, die von Hackern ausgenutzt werden könnten. Andernfalls droht der Welt eine sogenannte "KI-getriebene Bug-Krise", wie einige Forscher es nennen.
Im Gegensatz zu Modellen von Anthropic oder OpenAI ist Zhipus GLM-5.2 ein öffentlich verfügbares Modell. Das bedeutet, es kann von jedem heruntergeladen, auf eigener Hardware betrieben und ohne Aufsicht angepasst und genutzt werden. Open-Weight-Modelle sind ideal für Nutzer, die uneingeschränkten Zugriff auf ihre Systeme wollen – allerdings auch für Hacker, die sie im Verborgenen einsetzen könnten.
In einigen Tests zur Cybersicherheit war GLM-5.2 sogar besser als das Modell Claude Opus 4.8 von Anthropic, das im Mai veröffentlicht wurde. Wenn beide Modelle genauere Anweisungen bekommen, können sie laut Forschern bei der Suche nach Sicherheitsfehlern sogar mit dem Modell Mythos mithalten.
Das chinesische Unternehmen 360 Security Technology hat außerdem ein neues Programm vorgestellt, das "Tulongfeng" heißt. Dieses Programm soll genauso gut sein wie Mythos, wenn es darum geht, Sicherheitslücken in Software zu finden. Viele Sicherheitsexperten und Politiker sind darüber besorgt. Sie sagen, solche KI-Programme können sehr mächtig sein und auch für Cyberangriffe genutzt werden.
Der Chef von 360 Security, Zhou Hongyi, sagte: Diese Art von Technologie dürfe nicht nur in den USA bleiben. China müsse ähnliche Möglichkeiten haben. Sonst wäre das ein Sicherheitsrisiko für China.
Während China große Fortschritte bei KI macht, gibt es in den USA neue und strengere Regeln der Regierung für KI-Entwickler. OpenAI erklärte kürzlich, dass es den Zugang zu seinem neuesten Modell GPT-5.6 einschränken müsse. Der Grund sind Sicherheitsbedenken der US-Regierung.
Auch ein neues Modell von Anthropic wurde zeitweise für mehr als zwei Wochen gesperrt. Die US-Regierung hatte entschieden, dass keine ausländischen Personen oder Firmen darauf zugreifen dürfen, wegen Sicherheitsrisiken. Anthropic musste den Zugang deshalb komplett stoppen. Später wurde der Zugang zu einem ähnlichen Modell teilweise wieder erlaubt.
Das US-Verteidigungsministerium hat gleichzeitig begonnen, mit einigen amerikanischen KI-Firmen zusammenzuarbeiten, um eigene sichere Modelle für den Einsatz in sensiblen Bereichen zu entwickeln. Ein KI-Forscher sagte jedoch, dass die US-Regeln dazu führen könnten, dass Firmen lieber günstigere chinesische KI nutzen. Das könnte langfristig der US-KI-Industrie schaden.
Mehr zum Thema – KI-Wettbewerb eskaliert: Anthropic nennt Alibaba Hauptakteur bei der Kopie von KI-Technologie
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.