Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: USA sollten Dieselabkommen mit Ukraine schließen

12.10.2026 21:11 Uhr
21:11 Uhr
CNN: USA drohen Ukraine wegen Angriffen auf russische Ölobjekte mit Waffen-Lieferstopp
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich demnach direkt an ukrainische Regierungsvertreter und hochrangige Militärs gewandt und damit gedroht, Waffenlieferungen und den Austausch von Geheimdienstinformationen einzustellen. Dies berichten CNN und The Kyiv Independent unter Berufung auf Quellen.
Washington forderte Kiew demnach auf, weitere Angriffsversuche auf russische Ölanlagen einzustellen. Sollten die Angriffe fortgesetzt werden, müsse die Ukraine mit Konsequenzen rechnen. The Kyiv Independent zitiert einen ukrainischen Beamten:
"Sie haben alle hochrangigen Militärvertreter angerufen und ihnen gedroht."
Mehrere ukrainische Regierungsvertreter erklärten der Zeitung gegenüber, die ukrainische Führung sei nicht vorab über Trumps Ankündigung einer Energie-Waffenruhe mit Russland informiert worden. Nach der Erklärung des US-Präsidenten sei Druck auf Kiew ausgeübt worden, die vereinbarte Feuerpause im Energiebereich einzuhalten.
Der Kreml teilte mit, die Kontakte über eine mögliche Energie-Waffenruhe dauerten an. Kremlsprecher Dmitri Peskow ließ jedoch offen, ob bereits eine Vereinbarung erzielt worden sei und welche Bedingungen dafür gelten könnten. Auch die Frage, ob eine mögliche Feuerpause nur Ölraffinerien oder weitere Energieanlagen umfassen würde, beantwortete er nicht.
Die Financial Times hatte zuvor unter Berufung auf europäische Regierungsvertreter berichtet, die Trump-Regierung drohe damit, den Mechanismus für den Waffenkauf zugunsten der Ukraine auszusetzen, um Kiew zur Einstellung der Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu bewegen. Dem Bericht zufolge drohe Washington zudem, den Austausch von Geheimdienstinformationen einzustellen.
20:58 Uhr
Russland meldet Angriff auf vier Lokomotiven für ukrainische Streitkräfte
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte vier Lokomotiven angegriffen, die zugunsten der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt worden seien.
In der Nähe der Stadt Odessa sowie der Orte Kriwoi Rog und Pjatichatki im Gebiet Dnjepropetrowsk hätten Kamikaze-Drohnen vom Typ "Geran" die Lokomotiven getroffen, teilte das Ministerium mit.
Das russische Verteidigungsministerium betont immer wieder, dass seine Streitkräfte ausschließlich militärische und energetische Einrichtungen der Ukraine sowie die damit verbundene Infrastruktur angreifen.
20:40 Uhr
Peskow: "Europäer sind Kriegspartei, die Ende dieses Krieges verhindern wollen"

Bei seiner Pressekonferenz am Montag unterstrich Kreml-Sprecher Dmitri Peskow einmal mehr, dass Russland kein Interesse an einem Waffenstillstand hat und einen dauerhaften Frieden anstrebt.
Auf die Frage, ob die widersprüchlichen Äußerungen aus Washington und Brüssel eine Spaltung des westlichen Lagers offenbaren – US-Präsident Donald Trump hatte einen Wechsel in Kiew gefordert, woraufhin die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der britische Premier Andy Burnham im Gegenzug betonten, dass sie weiterhin hinter dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij und dem aktuellen Kurs stehen – entgegnete der Sprecher des Präsidenten:
"Die Europäer gehören eindeutig nicht zur Partei des Friedens", sondern seien eher eine "Kriegspartei, die weiterhin alles unternimmt, um ein Ende dieses Krieges zu verhindern".
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:22 Uhr
Belgorod: Ein Toter und vier Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen
Bei Angriffen der Ukraine auf sieben Gemeinden im Gebiet Belgorod ist ein Zivilist getötet worden, vier weitere Menschen wurden verletzt. Dies teilte die regionale Einsatzzentrale mit.
Der getötete Mann erlitt demnach schwere Verletzungen, als eine ukrainische Drohne einen Lastwagen nahe dem Dorf Krutoi Log angriff, hieß es in einer Mitteilung der Einsatzzentrale auf der Plattform Max.
19:53 Uhr
Kirowograd: Bewaffneter wirft Granaten auf Polizisten und eröffnet Feuer
Im Zentrum der ukrainischen Stadt Kirowograd hat ein mit einem Gewehr und Granaten bewaffneter Mann Schüsse abgegeben. Laut dem ukrainischen Fernsehsender TSN waren mindestens sechs Explosionen zu hören.
Nach Angaben des Senders Suspilne warf der Mann während eines Gesprächs mit Polizisten Granaten in Richtung der Beamten und begann anschließend zu schießen.
Die Polizei habe Maßnahmen zu seiner Festnahme eingeleitet. Zudem sei die Sonderoperation "Grom" ausgerufen worden, an der alle erforderlichen Einheiten beteiligt seien. Dies teilte die Sprecherin der Polizei des Gebiets Kirowograd, Oksana Kowtunenko, mit.
19:35 Uhr
Polens Verteidigungsminister fordert schnellere Aufrüstung der NATO
Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat die NATO-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, ihre Militärausgaben schneller zu erhöhen. Europa müsse das Ziel erreichen, bis 2030 fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aufzuwenden, sagte er laut RIA Nowosti.
Auf dem NATO-Gipfel in Den Haag hatten sich die Mitgliedstaaten 2025 darauf verständigt, ihre Verteidigungsausgaben bis 2035 auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen. "Meiner Ansicht nach können wir nicht bis 2035 warten, damit Europa stark wird. Wir müssen dieses Ziel bis 2030 erreichen", erklärte Kosiniak-Kamysz.
Polen investiere mehr und schneller in die Verteidigung als jedes andere Land Europas, betonte der Minister. Dabei gehe es nicht nur um militärische Fähigkeiten, sondern auch um die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft und der Rüstungsindustrie.
Zudem sprach sich Kosiniak-Kamysz dafür aus, Waffen in Europa herzustellen. Eine Verlagerung der Produktion nach Asien, China oder Indien bringe keine Einsparungen, sondern verursache höhere Kosten und schwäche die Unabhängigkeit Europas.
Die Forderung nach einer schnelleren Aufrüstung fällt in eine Phase verstärkter Warnungen vor möglichen militärischen Bedrohungen. Der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Giuseppe Cavo Dragone, hatte zuvor erklärt, das Bündnis sei auf einen möglichen bewaffneten Konflikt an seiner Ostflanke vorbereitet. Erst am Montag hatte Polen die NATO zudem dazu aufgerufen, sich auf einen möglichen "hybriden Angriff" Russlands vorzubereiten.
19:09 Uhr
Patriotische Demo in Jarosław: "Polen ist wie eine Drehtür für Banderisten"

In der polnischen Stadt Jarosław haben sich Hunderte Demonstranten versammelt, um strengere Einreisekontrollen zu fordern. Dabei haben sie auch die ukrainische Huldigung des ukrainischen Faschisten Stepan Bandera verurteilt. Anlass war die Ermordung eines örtlichen Priesters durch einen ukrainischen Staatsangehörigen am 24. September.
Die Veranstaltung wurde von der rechtskonservativ-patriotischen Partei "Ruch Narodowy" (zu Deutsch: Nationale Bewegung) organisiert. Ein Mitglied und Aktivist dieser Partei, Marcin Kowalski, erklärte vor Ort:
"Wir haben im Prinzip ein Land mit einer Drehtür, durch die praktisch jeder einreisen kann."Der ukrainische Täter versuchte, vier weitere Menschen zu töten, und verletzte dabei einige von ihnen schwer. Die polnische Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der ukrainische Messerstecher möglicherweise psychisch krank ist. Dadurch kämen strafmildernde Umstände infrage. Auf der Demo war laut und deutlich zu hören:
"Wir hier in Polen wollen Bandera nicht!"
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.18:48 Uhr
Russische Streitkräfte greifen zwei Frachtschiffe und ein Logistikzentrum an
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte zwei Frachtschiffe mit Militärgütern sowie ein Logistikzentrum des ukrainischen Paketdienstes Nowa Poschta im Gebiet Nikolajew angegriffen.
Die beiden Frachtschiffe waren demnach auf dem Seeweg zu den Häfen Nikolajew und Odessa unterwegs. Das Schiff, das nach Nikolajew unterwegs war, habe Militärgüter transportiert, das für Odessa bestimmte Schiff militärische Güter und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, so das russische Verteidigungsministerium.
Zudem sei am Montag ein Logistikzentrum von Nowa Poschta im Ort Ternowka im Gebiet Nikolajew getroffen worden. Die Einrichtung wurde demnach zur Lagerung von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck genutzt, die zur Versorgung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt waren.
18:18 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken – Ein Toter und zehn Verletzte
Bei ukrainischen Angriffen auf das Gebiet Belgorod ist ein Zivilist getötet worden. Neun weitere Menschen wurden verletzt. Zudem erlitt ein Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Wohnhaus nahe Melitopol im Gebiet Saporoschje leichte Verletzungen. Dies berichten die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die regionale Einsatzzentrale und Gouverneur Jewgeni Balizki.
Im Dorf Kupino im Kreis Schebekino griff eine ukrainische Drohne ein Auto an. Dabei kam ein Zivilist ums Leben, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Eine Frau erlitt Splitterverletzungen an Augen, Armen und Beinen, ein Mann an Armen und Beinen. Beide werden im Gebietskrankenhaus Belgorod untersucht.
Weitere Verletzte gab es in Schebekino und Rakitino. In Schebekino erlitt ein Mann durch die Zerstörung einer Drohne eine Prellung oberhalb des Schlüsselbeins. Er wird ambulant behandelt. In Rakitino erlitten sechs Zivilisten durch die Detonation einer Drohne ein Knalltrauma. Auch sie werden ambulant behandelt.
17:46 Uhr
Kiew: Student soll Anschlag auf Bus mit ukrainischen Soldaten geplant haben
Ein Student aus Kiew soll versucht haben, einen Bus mit ukrainischen Soldaten in der Stadt Rowno in die Luft zu sprengen. Dies teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit.
Nach Angaben des Geheimdienstes wurde der Student am Busbahnhof in Rowno festgenommen. Er habe eine ganze Einheit der ukrainischen Streitkräfte sprengen wollen, als diese zu ihrem dauerhaften Stationierungsort aufbrechen sollte.
Dazu habe er eine selbstgebaute Bombe unter dem Bus platziert, in dem die Soldaten transportiert wurden. Auf dem gegenüberliegenden Parkplatz habe er zudem eine getarnte Überwachungskamera mit Fernzugriff installiert, die in einer Saftverpackung versteckt gewesen sei, hieß es in einer Mitteilung des SBU auf Telegram.
Der Sprengsatz sei mit zwei Glasflaschen verstärkt worden, die mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllt waren, um die Wirkung der Explosion zu erhöhen, erklärte der Geheimdienst. Dem Festgenommenen wird ein vollendeter Versuch eines Terroranschlags vorgeworfen. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft sowie die Einziehung seines Vermögens.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

