Liveticker Ukraine-Krieg: US-Außenminister Rubio plädiert für begrenzte Waffenruhe im Schwarzen Meer

1.11.2026 14:43 Uhr
14:43 Uhr
Bundeswehr-General nennt Angriff durch Russland "sehr, sehr realistisch"

Generalleutnant Sollfrank im Februar 2026 auf dem Truppenübungsplatz Bergen in NiedersachsenUrheberrechtlich geschützt Der Bundeswehrgeneral Alexander Sollfrank hat in drastischen Worten vor einem russischen Angriff auf die NATO gewarnt. Im Gespräch mit dem Springer-Medium Politico behauptete der Generalleutnant und Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr:
"Wir werden aktuell durch Russland in einer Art und Weise quantitativ und qualitativ zunehmend angegriffen."
Konkret sehe man in zunehmendem Maße Spionage, Sabotage und Desinformation. Mit Blick auf die Sicherheitslage in Europa sagte Sollfrank:
"Ich stimme der Beobachtung zu, dass man natürlich heute von Frieden nicht mehr sprechen kann."
Ein russischer Angriff auf NATO-Territorium sei möglich, so der General. Die von Russland ausgehende militärische Gefahr dürfe nicht unterschätzt werden.
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13:38 Uhr
Steinmeier: China kein Interesse an Dreiergipfel zu Ukraine
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei China kein Interesse an einem Dreiergipfel mit Russland und den USA zur Ukraine festgestellt. Er habe den chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei ihrem Treffen in Peking darauf angesprochen, sagte Steinmeier in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Nach dessen Antwort werde es wohl beim bevorstehenden APEC-Gipfel in Shenzhen tatsächlich ein Treffen der Präsidenten der drei Staaten geben. Hierbei solle es aber nicht um die Ukraine gehen. Mit Blick auf Xi sagte Steinmeier:
"Es ist nach seiner Auffassung keinerlei Vorbereitung für einen Ukraine-Gipfel unter Beteiligung der USA, Russlands und Chinas am Horizont. Er hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies ein europäischer Konflikt sei, bei dem die Europäer mit am Tisch sitzen müssten."
Als er Xi auf einen möglichen Ukraine-Gipfel angesprochen habe, habe man "die Irritation in seinem Gesicht feststellen" können, sagte Steinmeier, der sich am Freitag mit Xi in Peking getroffen hatte. Inzwischen ist er in Berlin zurück.
Hintergrund sind Berichte über einen möglichen Dreiergipfel am Rande der Konferenz der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) Mitte November. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte ein solches Treffen vorgeschlagen, um über Fragen der nuklearen Abrüstung zu reden. US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür offen gezeigt und erklärt, er würde bei einer solchen Gelegenheit auch weitere Themen "wie die Ukraine" ansprechen.
13:09 Uhr
Vier Tote bei ukrainischen Attacken auf LVR
Das Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk, Leonid Passetschnik, meldet weitere tödliche Angriffe aus der Ukraine. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, seien in den vergangenen 24 Stunden vier Einwohner der Region ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Am Samstagabend habe der Gegner im Bezirk Belowodsk einen Bus angegriffen, in dem Arbeiter eines Pflanzenölwerks nach der Arbeitsschicht nach Hause gefahren seien. Zwei Frauen seien dabei zu Schaden gekommen. Ein Mann sei seinen Verletzungen erlegen. Ein Mann und eine Frau seien getötet worden, als eine ukrainische Drohne ihr Auto auf der Straße Starobelsk – Belowodsk angegriffen habe. Bei einer ähnlichen Attacke in der Nähe der Siedlung Rasdolnoje sei ein Mann ums Leben gekommen.
Passetschnik spricht den Verwandten und Angehörigen der Todesopfer sein tiefes Beileid aus und wünscht den Verletzten eine möglichst schnelle Besserung. Der Politiker berichtet zudem über beschädigte Fahrzeuge und zivile Infrastrukturen in den Bezirken Sewerodonezk, Altschewsk und Belowodsk. Die Luftabwehr habe in den vergangenen 24 Stunden rund 50 gegnerische Luftziele abgefangen.
12:40 Uhr
Erneut massive Stromausfälle in Ukraine
Die ukrainischen Behörden melden am Sonntag massive Stromausfälle in mehreren Regionen des Landes. Über Blackouts wird aus den Gebieten Dnjepropetrowsk, Schitomir, Kiew, Sumy, Charkow und Tscherkassy sowie aus den von der Ukraine kontrollierten Teilen des Donbass und des Gebiets Saporoschje berichtet. Auf der Plattform Telegram stellt das Energieministerium in Kiew fest, dass die Situation besonders im Gebiet Dnjepropetrowsk kompliziert sei, und erklärt:
"Die Energie-Infrastruktur dieser Regionen erlitt umfangreiche Schäden. Wegen Schäden an Energie-Anlagen wurden die Kapazitäten für die Stromversorgung von Abnehmern gestört."
In den betroffenen Gebieten gelten nun Notabschaltungen. Allein im Gebiet Schitomir sind mehr als 650 Ortschaften ohne Strom geblieben.
12:06 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

SymbolbildALEXEI MAISCHEW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Iwolschanskoje, Welikaja Rybiza, Belany, Korenek und Sumy im Gebiet Sumy sowie Wodjanoje, Kolodesnoje, Ploskoje, Schipowatoje, Martowoje und Weliki Burluk im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 190 Kämpfer verloren. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Positionen an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Wischnewka, Gruschewacha, Smorodkowka und Gluschtschenkowo im Gebiet Charkow und Woltschi Jar in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen habe. Dabei seien bis zu 200 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwei Panzerfahrzeuge, 19 Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Druschkowka, Wassilewskaja Pustosch und Nikolajewka in der DVR getroffen. Das Ministerium in Moskau beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 210 Kämpfer. Der Gegner habe darüber hinaus zwei Panzerhaubitzen, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und 33 Autos verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Beloserskoje, Kamyschewacha, Andrejewka, Krinizy, Staroraiskoje, Kriworoschje, Sergejewka, Werowka, Seljonoje und Kamenka in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 350 Armeeangehörige verloren. Fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Noworosowka und Scholtaja Krutscha im Gebiet Saporoschje sowie Podgawrilowka, Kuninowa, Sidorenko, Welikomichailowka und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 205 Kämpfer. Vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sieben Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Dnjepr habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Orechow, Juljewka, Kirowo, Kuschugum und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 20 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus sieben Autos zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsanlagen, die der Gegner zu militärischen Zwecken benutze, Drohnenwerke und -basen, Munitionslager und 139 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden 391 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 276.723 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.480 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.794 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.852 Geschütze und Mörser verloren.
11:37 Uhr
Mehr als 20 ukrainische Drohnen über Gebiet Rostow in Südrussland abgeschossen
Die russische Luftabwehr hat eine ukrainische Drohnenattacke auf das Gebiet Rostow abgeschlagen. Gouverneur Juri Sljussar teilt auf der Plattform Telegram mit, dass in der Nacht zum Sonntag über der Stadt Taganrog und sechs weiteren Bezirken der südrussischen Region mehr als 20 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört worden seien. Der Politiker meldet keine Opfer. Durch herabfallende Drohnenteile sei das Dach eines Wohnhauses beschädigt worden.
11:10 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 31. Oktober bis 7 Uhr MEZ am 1. November 73 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 34-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem vier Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über Schäden. In den Ortschaften Nikipelowka, Kekino, Ilek und Schtschigry seien demnach insgesamt drei Einfamilienhäuser und drei Autos beschädigt worden.
10:39 Uhr
Drei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 46 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 46 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 25 Geschosse abgefeuert und 193 Drohnen eingesetzt, von denen 108 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Detonation einer Drohne habe ein Einwohner der Siedlung Dubowoje Verletzungen erlitten. Bei einer Drohnenattacke auf die Siedlung Gora-Podol sei eine Frau zu Schaden gekommen. Bei der Detonation einer Drohne in der Siedlung Nischnjaja Serebrjanka habe ein Mann schwere Verletzungen erlitten. Außerdem habe ein Einwohner der Siedlung Dunaika ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem er noch in der Nacht zum 31. Oktober bei einem Drohneneinschlag eine Splitterwunde erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwei Mehrfamilienhäuser, acht Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturobjekt, ein Betrieb, ein Lagerhaus, zwei Lkw und zwölf Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:05 Uhr
Selenskij denkt über Patriot-Tauschhandel nach
Nach der Zusage der USA zum Verkauf von 500 Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine denkt Wladimir Selenskij über Möglichkeiten für einen beschleunigten Erhalt der Waffen nach. Im Gespräch mit ukrainischen Journalisten am Rande seines Besuchs in der Türkei hat der Politiker einen möglichen Tauschhandel mit Partnern seines Landes angesprochen. Auf diese Art könnte die Ukraine einen Teil der Raketen noch lange vor dem Eintreffen der amerikanischen Lieferung erhalten und einsetzen. Selenskij sagte:
"Ich werde versuchen, dies mit einigen Partnern zu vereinbaren, sodass wir aus diesem Paket von 500 Raketen bei jemandem 10, 20 oder 30 Raketen entnehmen können, um entsprechende Garantien und Verträge zu unterzeichnen, wonach wir diese Raketen später aus dem amerikanischen Paket mit einem gewissen Prozentsatz oder vielleicht auch ohne Aufschlag zurückgeben werden."
Das US-Außenministerium hatte zuvor den Verkauf von 500 Flugabwehrraketen vom Typ Patriot im Wert von knapp 2,1 Milliarden US-Dollar an die Ukraine genehmigt. An den Kosten beteiligten sich nach US-Angaben unter anderem Deutschland, Kanada und Norwegen. Wann diese Waffen in der Ukraine ankommen könnten, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
09:34 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 235 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 18 Uhr MEZ am Samstag bis 6 Uhr MEZ am Sonntag 235 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Saratow, Smolensk, Tambow, Twer und Tula sowie über dem Großraum Moskau zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

