Europa

Trauer in Polen: Drei weitere Leichen in Wohnung von Krakau-Attentäter gefunden

Nach den tödlichen Schüssen in Krakau sind im Wohnhaus des Täters drei weitere Leichen entdeckt worden. Der 24-jährige Angreifer hatte zuvor im Stadtzentrum wahllos auf Menschen geschossen und sechs Menschen getötet.
Trauer in Polen: Drei weitere Leichen in Wohnung von Krakau-Attentäter gefunden

Der Todesschütze von Krakau könnte für weitere Todesfälle verantwortlich sein. In seinem Wohnhaus wurden nach Angaben des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk drei Leichen entdeckt. Dies gehe aus Drohnenaufnahmen hervor, sagte Tusk bei einer Pressekonferenz des Krisenstabs. Bei den Toten handele es sich um zwei Frauen und einen Mann, vermutlich die engsten Familienangehörigen des Verdächtigen.

Tusk kündigte für Sonntag und Montag eine zweitägige Staatstrauer an. Die Schüsse in Krakau bezeichnete der polnische Ministerpräsident als einen Akt des "Terrorismus".

Der mutmaßliche Täter war nach der Tat von der Polizei gestellt worden. Er wurde bei dem Einsatz angeschossen und wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt.

"Alles deutet darauf hin, dass der Schütze von rechtsextremer Ideologie beeinflusst war. Auch dieser Aspekt wird Gegenstand der Ermittlungen sein", sagte Innenminister Marcin Kierwiński auf einer Pressekonferenz. Sowohl am Tatort als auch im Wohnhaus der Familie des Verdächtigen seien Polizeikräfte und Mitarbeiter des polnischen Inlandsgeheimdienstes im Einsatz. 

Im Fahrzeug des 24-jährigen polnischen Staatsbürgers wurden weitere Waffen gefunden. Der Angreifer hatte im Zentrum Krakaus aus einem Auto heraus das Feuer eröffnet. Nach Angaben des regionalen Verwaltungschefs Krzysztof Kleczar befanden sich zwölf Verletzte in kritischem oder lebensgefährlichem Zustand.

Laut den Ermittlern sei der gebürtige Pole gegen 15 Uhr gestern auf den Marktplatz in Krakau gefahren und habe dabei mit einem halb automatischen Sturmgewehr vom Typ AR-15 wahllos auf Menschen geschossen. Dabei wurde auch die Fahrerscheibe einer Straßenbahn durchschlagen. Der Täter saß dabei offenbar selbst am Steuer. 

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