Nahost

Medien: USA planen keine Angriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen

Washington wolle Medienberichten zufolge keine offensiven Maßnahmen gegen Huthi-Stellungen im Jemen durchführen. Stattdessen würden die USA auf die Unterstützung Saudi-Arabiens durch einen verstärkten Austausch von Geheimdienstinformationen setzen.
Medien: USA planen keine Angriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen© Urheberrechtlich geschützt

Die USA planen laut einem Bericht des US-Senders CNN derzeit keine direkten Angriffe auf Stellungen der Huthi im Jemen. Der Sender beruft sich dabei auf nicht namentlich genannte US-Regierungsvertreter.

Einer der zitierten Beamten soll erklärt haben, es seien "keine offensiven Schläge" vorgesehen. Nach Angaben des Senders betrachte US-Präsident Donald Trump eine unmittelbare Beteiligung US-amerikanischer Streitkräfte an solchen Angriffen als rote Linie.

Ein weiterer Gesprächspartner sagte laut CNN, Washington gehe davon aus, dass Saudi-Arabien über die nötigen Mittel verfüge, um den Huthi entgegenzutreten. Zugleich sei der Austausch von Geheimdienstinformationen und zielrelevanten Daten zuletzt ausgeweitet worden.

Zuvor hatte der Fernsehsender Al Mayadeen berichtet, Riad wolle über Vermittler eine zweiwöchige Waffenruhe mit den Huthi vereinbaren.

Die Lage im Jemen hatte sich im Juli verschärft. Auslöser war Berichten zufolge ein Angriff regierungstreuer Kräfte auf den Flughafen von Sanaa während der Landung eines Flugzeugs aus Iran, an Bord dessen sich eine Delegation der Huthi-Führung befunden haben soll.

Die Huthi machten Saudi-Arabien für den Vorfall verantwortlich und verkündeten eine Fortsetzung der Kämpfe, bis die Blockade der von ihnen kontrollierten Gebiete aufgehoben werde. In den vergangenen Wochen konnten die Huthi ihre Positionen im Südwesten und Westen des Landes ausbauen. Dabei brachten sie laut Medienberichten Küstenabschnitte am Roten Meer sowie Ortschaften in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle, darunter auch den strategisch wichtigen Hafen Al-Mocha.

Die Huthi hatten zuvor von Saudi-Arabien einen Gefangenenaustausch, ein Ende der Blockade nördlicher Flughäfen sowie Entschädigungen für Schäden an Infrastruktur und Zivilbevölkerung in den von ihnen kontrollierten Gebieten gefordert. Diese Forderungen beziehen sich auf die Folgen des seit Jahren andauernden Konflikts im Jemen.

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