Asien

Terroranschlag in Pakistan fordert mindestens zwölf Tote

Am Samstag ist es erneut zu einem Selbstmordanschlag in Pakistan gekommen. Betroffen war ein Polizeikontrollpunkt im Nordwesten des Landes. Bereits am vorvergangenen Freitag hatte ein Selbstmordattentäter in einer Moschee Dutzende Gläubige getötet.
Terroranschlag in Pakistan fordert mindestens zwölf Tote© urheberrechtlich geschützt

Im unruhigen Nordwesten Pakistans hat sich am Samstag erneut ein Selbstmordanschlag ereignet. Medienberichten zufolge gingen die Täter wie beim Anschlag am 18. September dieses Jahres mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug vor.

Diesmal traf es einen Polizeiposten im Bezirk Dera Ismail Khan in der Unruheprovinz Khyber Pakhtunkhwa, die sich eine lange Grenze mit Afghanistan teilt. Der Tatort des Anschlags liegt in der Nähe von Aman Mela im Gebiet Darazinda.

Wie der örtliche Polizeichef Safdar Baloch dem Sender Al Jazeera mitteilte, soll es sich bei den mindestens zwölf Getöteten und mehr als dreißig Verletzten mehrheitlich um Sicherheitskräfte handeln, darunter neben Polizisten auch Zollbeamte und Angehörige der Forstbehörde. Auch Zivilisten, die sich als Passanten am Ort der Explosion befunden hätten, seien zu Schaden gekommen. Die Rettungskräfte der Region Darazinda kümmerten sich um die Überlebenden.

Gemäß den Presseberichten steuerte ein Attentäter seinen mit Sprengstoff versehenen Wagen mitten in einen Polizeikontrollpunkt hinein. Zeugenberichten zufolge soll es nach der Explosion Schüsse gegeben haben.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat sich mittlerweile der pakistanische Zweig der Taliban, die Gruppe Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP), zu dem Anschlag bekannt. Das ist ein Unterschied zu dem Selbstmordattentat vom vorvergangenen Freitag in der ebenfalls in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa gelegenen Stadt Kohat.

Damals hatte ebenfalls ein Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug durch das Tor der örtlichen Polizeizentrale gesteuert. Der Anschlag geschah, als sich die Polizisten und ihre Familien zum Freitagsgebet auf dem Gelände versammelt hatten.

Zudem sollen Polizeiangaben zufolge sieben mit Schusswaffen versehene Angreifer die Stürmung des Polizeiareals versucht haben. Sie wurden in einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Die Gruppe TTP wies in einer Erklärung die Verantwortung für den Anschlag mit mindestens 31 Toten und Dutzenden Verletzten explizit zurück. Laut Al Jazeera hat eine TTP-Abspaltung namens Ittehad-ul-Mujahideen die Tat für sich reklamiert.

Die Anschläge fallen in eine Zeit, in der es immer wieder zu Kämpfen zwischen Pakistan und dem von den Taliban beherrschten Afghanistan kommt. Die pakistanische Regierung wirft der afghanischen Gegenseite vor, die TTP und andere militante islamistische Gruppen zu unterstützen. Ein Vorwurf, den die afghanischen Taliban wiederum von sich weisen.

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