Der Auftakt des Eurovision Song Contest 2026 in Wien ist für den ORF gründlich danebengegangen – allerdings nicht wegen der Kandidaten, sondern wegen der eigenen Moderatoren. Kaum hatten Victoria Swarovski und Michael Ostrowski das erste Halbfinale moderiert, brach im Netz ein regelrechter Shitstorm los.
Was als glamouröses Heimspiel gedacht war, endete für viele Zuschauer in der peinlichsten Moderation des Jahrhunderts.
Besonders hart trifft es Victoria Swarovski. Die 32-Jährige, die als internationaler Blickfang verpflichtet wurde, wird vor allem wegen ihres unsicheren und holprigen Englischs kritisiert.
Zahlreiche ESC-Fans bemängeln, dass sie stark am Teleprompter hänge und wenig natürliche Ausstrahlung zeige.
Kommentare wie "Ihr Englisch ist schlimmer als das meiner Oma"
oder
"Das ist kein Glamour, das ist Fremdschämen" machten schnell die Runde.
Viele hatten von der prominenten Moderatorin deutlich mehr Professionalität erwartet.
Noch gnadenloser fällt das Urteil über Michael Ostrowski aus. Der österreichische Schauspieler, bekannt aus den Eberhofer-Filmen, kommt beim internationalen Publikum fast gar nicht an.
Sein trockener, sehr spezieller österreichischer Humor wirkt auf viele Zuschauer aus dem Ausland einfach nur befremdlich. Sein Outfit und seine Art zu sprechen werden als unpassend für eine große internationale Show empfunden. Manche Kritiker verglichen ihn sogar mit einer schlechten "Elvis-Karikatur".
Der absolute Tiefpunkt für viele war die gemeinsame musikalische Einlage der beiden. Der Auftritt, der offenbar witzig und charmant wirken sollte, wurde von den meisten als peinlich und amateurhaft wahrgenommen.
In den sozialen Medien hieß es dazu unter anderem: "Intro aus der Hölle", "billigster ORF-Auftritt aller Zeiten" und "Die Schweiz hat uns 2024 gezeigt, wie man es macht – und Österreich kopiert es schlecht".
Neben der Moderationsleistung selbst kritisieren viele Zuschauer auch die technische Umsetzung. Die Tonmischung soll teilweise so schlecht gewesen sein, dass man die Moderatoren kaum verstehen konnte. Die Kombination aus schlechtem Sound, hölzerner Präsentation und schwachem Englisch sorgte dafür, dass sich viele Zuschauer fremdschämten.
Während einige österreichische Fans das Duo noch verteidigen und von "typisch österreichischem Charme" sprechen, überwiegt die negative Stimmung im Netz bei Weitem. Internationale Fans aus Großbritannien, Schweden, Italien und der Schweiz sind sich weitgehend einig: Die Moderation war einer der schwächsten Auftritte der letzten ESC-Jahre.
Der ORF steht nun unter Druck. Nachdem man bewusst auf zwei sehr unterschiedliche Charaktere setzte, um sowohl Glamour als auch österreichischen Charme zu bieten, scheint diese Rechnung bisher nicht aufzugehen. Ob Swarovski und Ostrowski im Finale eine zweite Chance bekommen und die Kurve noch kratzen können, bleibt abzuwarten.
Der ESC 2026 wird nicht nur wegen der Songs, sondern vor allem wegen seiner umstrittenen Moderatoren in Erinnerung bleiben.
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