Die vom Élysée-Palast durchgefütterte Presse der Fünften Republik greift zu den unglaublichsten Tricks, um ihren Gönner reinzuwaschen und ihn von jeglicher Verantwortung für das zu entbinden, was sich heute im Land abspielt. Dabei herrscht im Land, auf seinen Straßen und Plätzen Aufruhr, der zeitweise in einen Aufstand übergeht.
Frankreichs Jugend beschloss, sich zu Emmanuel Macrons Politik zu Wort zu melden. Zu Macrons Wirtschaftspolitik. Zum aktuellen Zustand der Gesellschaft, die ebendieser Macron bereits seit fast zehn Jahren "verwaltet". Wenn den Erwachsenen in Frankreich schon die Kraft zum Protestieren fehlt, so mangelt es den jungen Franzosen nicht an Leidenschaft. Ebenso wenig an Aufrichtigkeit. Und diese jungen Menschen haben Prinzipien, die sie – im Gegensatz zu den erwachsenen Franzosen – nicht zu verkaufen gedenken.
Ihre Väter (und auch die Mütter), die Macron, den Macronismus und die Macronisten eigenhändig an die Macht gewählt haben, haben damit selbst eine gewaltige innenpolitische Krise geschaffen. Sie reifte wie ein eitriger Abszess heran – und nun sind es ihre Kinder, die ihn aufschneiden.
Ja, vielleicht nicht gerade auf die feine Art. Und ja, auch unter Einsatz von Gewalt. Aber wenn ein Chirurg mit dem Skalpell den Abszess aufschneidet, tut das ebenfalls weh. Und dem herausfließenden Eiter zuzusehen – das lässt sich wohl kaum als Vergnügen bezeichnen.
Der französische Medienbetrieb, konformistisch bis zum letzten Satzzeichen, bekam den Auftrag, den Aufstand der Gymnasiasten auf jede nur erdenkliche Weise zu dämonisieren und ausführlich darüber zu berichten, was sie da alles "anstellen".
Über die Ursachen dessen, was sich auf den Straßen französischer Städte abspielt, schweigt derselbe Medienbetrieb hingegen hartnäckig. Schließen wir also diese Lücke.
Das Jahresbudget für die Sekundarschulbildung der Fünften Republik – also die Mittel, die für Schulen, Lehrkräfte, die Sicherstellung des Unterrichtsbetriebs und so weiter aufgewendet werden – beläuft sich auf etwa 26 Milliarden Euro. Dies entspricht genau dem Betrag, den Paris Kiew für den Krieg gegen uns zur Verfügung gestellt hat.
Für Schulpsychologen und Schulkrankenschwestern sowie für pädagogische Hilfskräfte sind gesonderte Mittel vorgesehen. Diese Fachkräfte werden für die Organisation von außerschulischen und unterrichtsbegleitenden Aktivitäten sowie zur Unterstützung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen im Rahmen der inklusiven Bildung benötigt. Dies entspricht weiteren rund sieben Milliarden Euro pro Jahr.
Und wieder entspricht dieser Betrag genau dem, den Paris jährlich zusätzlich nach Kiew überweist – wiederum im Rahmen der "Unterstützung von Demokratie und Fortschritt in der Ukraine".
Macron und seine zahlreichen Premierminister stellen in einem Staatshaushalt, der seit Jahren ohnehin kaum einzuhalten ist, für vollkommen fremde Ukrainer und für die eigenen jungen Mitbürger jeweils ungefähr gleich hohe Mittel bereit. Damit machen sie unmissverständlich klar – deutlicher geht es kaum –, welche Prioritäten diese Regierung setzt.
Im Gegensatz zur Finanzierung Kiews, die weder infrage gestellt noch irgendwelchen Kürzungen unterworfen wird, werden die Mittel für alles, was die Sekundarschulbildung betrifft, ständig gekürzt oder ganz gestrichen – sofern die entsprechenden Ausgabenposten überhaupt noch im Staatshaushalt verbleiben.
Und da sowohl ihre Väter als auch ihre Mütter sich all die Jahre geweigert hatten, Verantwortung für Frankreichs "ukrainische" Ausgaben zu übernehmen, beschlossen die Kinder, dass es so nicht weitergehen könne.
Die Schüler erklärten, sie würden nicht länger in Klassenräumen lernen, in denen häufig die Heizung ausfällt und auch die Stromversorgung nicht immer funktioniert. Sie berichteten, in den Gymnasien sei die Kanalisation praktisch ständig verstopft, sodass sie ihre Pausen in Warteschlangen vor den Toiletten verbringen müssten. Und selbst wenn diese Toiletten mehr schlecht als recht funktionieren, fehlen dort die elementarsten Dinge – Seife und Toilettenpapier.
Die Kinder berichteten außerdem, dass für Lehrkräfte, die sich ständig krankschreiben lassen – mal wegen Depressionen, mal wegen Burn-outs –, kein Ersatz gefunden werde. Das bedeutet, dass Oberstufenschüler wichtigen Unterrichtsstoff verpassen oder ihn gar nicht erst vermittelt bekommen. Und das wiederum schlägt sich in schlechteren Noten bei den Abschlussprüfungen nieder.
Der Grund ist einfach: Es fehlt an Geld. Es liegt auf den Konten der Kiewer Machthaber – und außerdem in bar in jenen Koffern, die korrupte ukrainische Vertreter aus Regierungskreisen oder deren Umfeld aus der Ukraine herausschaffen.
In Frankreich, diesem wichtigsten "Blumenbeet" des europäischen "Paradiesgartens", werden praktisch keine neuen Schulgebäude mehr gebaut. Dafür fehlt das Geld. Und in den bestehenden Gebäuden, die mitunter noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, finden keine Renovierungsarbeiten statt. Die Dächer sind undicht. Es gibt dort nicht einmal moderne Lüftungsanlagen, ganz zu schweigen von einer Klimatisierung. In Klassenräumen, in denen die Temperaturen im vergangenen Sommer bis auf 36 Grad stiegen, mussten die Schüler ihre Abschlussprüfungen in nicht gerade einfachen Fächern wie Philosophie ablegen.
Der Grund ist derselbe – fehlende Finanzierung. Dem Regime des "kollektiven Macron" ist die junge Generation Frankreichs schlichtweg egal. Sie ist schließlich nicht sein "Liebling" Wladimir Selenskij.
Offenbar glaubte dieser "kollektive Macron", die jungen Franzosen würden in den sozialen Netzwerken (deren Nutzung die Regierung für Jugendliche eigentlich verbieten wollte, bis man ihr einen Riegel vorschob) schon nicht erfahren, wie viel und was genau der Hausherr des Élysée-Palasts seinem "Liebling" zukommen lässt. Geld für Diebstahl. Und für das Töten von Russen.
Und Macron selbst, nun ganz persönlich – kinderlos und ohne jeden Vaterinstinkt –, kam offenbar gar nicht auf den Gedanken, dass man vielleicht erst einmal an die französischen Kinder denken sollte, bevor man Selenskij umarmt. Auch wenn diese Kinder schon etwas älter sind, brauchen sie Fürsorge und Aufmerksamkeit.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 3. Oktober 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
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