Trumps Umbenennungen werden von der Serie South Park aufgegriffen – jetzt South America

Donald Trump, der sich selbst schon den "besten Präsidenten aller Zeiten" nannte oder ein Bildchen postete, auf dem er Kanada, Grönland und Kuba zum Teil der Vereinigten Staaten macht, wurde jetzt von den Machern von South Park abermals ins Visier genommen.

Die Zeichentrickserie "South Park" ist immer für einen Spott zu haben. Jetzt hat sie sich umbenannt, in "South America". Das teilten die Erfinder der beliebten Serie, Trey Parker und Matt Stone, auf X mit.

"Nach seinem Emmy-Gewinn für herausragendes Animationsprogramm nimmt South Park eine große Veränderung vor. Die Schöpfer Trey Parker & Matt Stone verkünden:

'Inspiriert von der Tapferkeit und dem Mut von Apple und Google ändern wir den Namen von South Park zu SOUTH AMERICA. Wir wollen besonders unserer Muttergesellschaft Paramount danken – eine Skydance-Kapitulation.'"

Am 16. September startet in den USA eine neue Staffel der Serie. Diese Meldung ist nicht nur wirkungsvolle Werbung dafür, sondern zugleich eine Runde Hohn für die Umbenennungsmanie von US-Präsident Donald Trump und die Bereitschaft der Internetriesen Google und Apple, ihr zu folgen.

Donald Trump hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannt. Zuletzt erklärte er die Straße von Hormus zu amerikanischem Gebiet, und benannte den Lake Ontario, einen der vier großen Seen, durch die die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft, in Lake America um. Google hat daraufhin auf seinen Karten den See sofort umbenannt, Apple Maps ebenso – und zwar nicht nur für Nutzer in den USA, sondern weltweit. Sein letzter Versuch, die Umbenennung des US-Bundesstaats New Mexico in New America, stieß allerdings auf erbitterten Widerstand der dortigen Gouverneurin, die sogleich erklärte, der US-Präsident habe nicht das Recht, Bundesstaaten umzubenennen.

Auch hinter der Formulierung "Kapitulation vor Skydance" verbirgt sich eine Spitze gegen Trump. Der Sender Paramount war von Skydance übernommen worden. Dabei wurde auch ins Programm eingegriffen. South Park reagierte damals mit direkten Angriffen auf Trump, der in der 27. Staffel der Serie unter anderem mit dem Teufel ins Bett gelegt wurde.

Allerdings stieß dieser neue Spott auf X nicht auf ungeteilte Zustimmung. Attackiert wurde vor allem, dass die Serie mit Joe Biden nicht mit ähnlicher Schärfe umgegangen war. "Die Typen, die South Park geschaffen haben, sahen buchstäblich vier Jahre lang zu, wie Joe Biden das Hirn aus dem Kopf rann und sagten: 'Nichts Lustiges hier'", schrieb ein Nutzer. Ein anderer merkte an:

"Man stelle sich mal vor, wie urkomisch diese vier Jahre gewesen wären, wenn Parker und Stone Eier gehabt hätten."

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