Für Millionen Menschen in Deutschland bleibt selbst eine kurze Urlaubsreise unerschwinglich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes konnten sich im Jahr 2025 rund 21 Prozent der Bevölkerung nach eigenen Angaben keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Das entspricht etwa 17,3 Millionen Menschen. Besonders betroffen sind hier wie immer, wenn es um soziale Ausgrenzung geht, die Alleinerziehenden. Aus dieser Gruppe gaben 39 Prozent an, sich keinen einwöchigen Urlaub leisten zu können. Auch Alleinlebende sind überdurchschnittlich häufig betroffen.
Damit verharrt der Anteil weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Die Zahlen verdeutlichen, dass ein erheblicher Anteil der deutschen Bevölkerung trotz Arbeit von sozialer und kultureller Teilhabe ausgegrenzt sind.
Vor diesem Hintergrund sind die Aufrüstungspläne der Bundesregierung besonders brisant. Statt das immer weitere Auseinanderdriften der gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zu bekämpfen, rüstet Deutschland auf und plant einen Krieg gegen Russland. Dabei birgt die immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich genug gesellschaftlichen Sprengstoff, um Deutschland ganz ohne Krieg von innen heraus zu zerstören. Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius wollen die Militärausgaben Deutschlands schrittweise auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben. Zudem wurde die Schuldenaufnahme für die Aufrüstung massiv ausgeweitet. Hiervon profitieren vor allem Rüstungsunternehmen und deren Aktionäre. Der Sozialstaat wird geschliffen, die Löhne stehen unter Druck.
Schon jetzt ist klar, dass die Militarisierungspläne der Bundesregierung auf Kosten der Arbeitnehmer sowie des Sozialstaats gehen. Den Deutschen wird Verzicht diktiert, um durch Aufrüstung eine Freiheit gegen eine imaginierte Bedrohung zu schützen, die für viele schon jetzt gar nicht existiert.
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