"Drachenzähne" an Russlands Grenze: Lettland baut neue Verteidigungslinie auf

Lettische Soldaten errichten neue Betonsperren an der Grenze zu Russland. Die sogenannten Drachenzähne sollen Teil einer neuen baltischen Verteidigungslinie werden. Riga begründet die Maßnahme mit der angespannten Sicherheitslage und einer angeblichen Bedrohung aus Russland.

Lettland hat mit dem Aufbau einer neuen Höckerlinie an der Grenze zu Russland begonnen. Die sogenannten Drachenzähne werden im Rahmen der Baltischen Verteidigungslinie platziert. Die Sperranlagen sollen im Ernstfall die Bewegung schwerer Militärtechnik behindern und die NATO-Ostgrenze zusätzlich absichern.

Wie das lettische Portal LSM berichtet, errichten derzeit lettische Soldaten mehrere Reihen massiver Betonbarrieren an ausgewählten Grenzabschnitten. Für den Bau wurden teilweise Grundstücke enteignet, die zuvor in Privatbesitz waren. Die Schutzeinrichtungen werden auf einer Breite von rund zehn Metern installiert, jeder einzelne Drachenzahn wiegt etwa eineinhalb Tonnen.

Im Jahr 2026 sollen zunächst mehr als acht Kilometer der lettisch-russischen Grenze gesichert werden. Langfristig umfasst das Vorhaben Baltische Verteidigungslinie jedoch deutlich größere Gebiete entlang der insgesamt rund 450 Kilometer langen Grenze Lettlands zu Russland und Weißrussland. Die Kosten des Projekts werden auf etwa 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Die vollständige Fertigstellung der Verteidigungslinie ist bis zum Jahr 2028 geplant. Auch andere baltische Staaten wie Estland, Polen und Litauen verstärken ihren Grenzschutz angesichts der angeblichen russischen Bedrohung.

Die sogenannten Drachenzähne sind pyramidenförmige Betonblöcke, die bereits im Zweiten Weltkrieg als Panzersperren verwendet wurden.

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